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... ich kann das auch alleine!

Wovon träumen kleine Mädchen? Früher vom Prinzessin-Sein und davon, vom Traumprinzen (je nachdem ob eher der Girlie- oder der P!nk-Typus wahlweise auf Horse oder Harley) aus dem Turm der bösen Stiefmutter errettet zu werden. Von rosa Wölkchen und so. Heute offensichtlich zu 90% vom Pop(p)star-Werden - und das auch gerne hemmunglos und das auch gerne mit Herrn Bohlen. Leider. A propos, Nina Hagens Engagement in der aktuellen Popstars-Staffel wäre ja fast schon eine eigene Schimpf-Kolumne wert, aber eine solche über eine Castingshow zu schreiben, brächte mit sich, diese zumindest einmal selber sehen zu müssen - und meine Schmerztoleranz hat Grenzen.

Und wovon träumen kleine Jungs? Vom Feuerwehrmann-Werden, vom Polizist-Werden, vom Pilot-Werden. In der heutigen Papageneration vom Rockstar-Werden, als man selber noch jung und wild - und als selbiges auch noch die Stones, die Pistols und AC/DC waren. Und heute wieder vom Star-Werden, auch wenn die Vorbilder tagesaktuell wechseln. Fler, Bushido, Bill - lustig sind die Jungs.

A propos - und das schon wieder. Lustig ist auch die Tatsache, dass der Mensch an und für sich zwar ein Herdentier, als solches aber auch Ego-Schwein ist. Selbst der Hopper lässt seine Homies im entscheidenden Fall dann doch gerne mal hinter sich, und selbst den Selber-Band-Starter zieht es irgendwann auf Solopfade. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Interessant wird´s auf jeden Fall, sich den künstlerischen Erguss anzuhören... spätestens da wird nämlich klar, wer wirklich über Substanz verfügt - und wessen Soloausritt nur Publicity ist.

Wer hat denn gerade losgelegt? Stacey Ferguson alias Fergie von den Black Eyes Peas zum Beispiel. 

Die drehte ihr aktuelles Video zur Vorabsingle London Bridge natürlich in London - vor der Tower Bridge. Tja. Seltsam. Das hat natürlich nichts mit fehlenden Geografiekenntnissen der Halb-Irin, Halb-Schottin zu tun (die hat das Drehbuch ja auch nicht geschrieben), sondern einzig und allein mit der Tatsache, dass die Amis sowieso nur diese eine Brücke in London kennen. Und die echte London Bridge sicherlich architektonisch interessant, aber nicht wirklich videoclip-ästhetisch geeignet ist. In dem Fall hätte man dann ja allerdings auch gleich ... my Tower, Tower Bridge singen können - gut, hört sich ehrlich nicht so doll an. Also dann eben doch "London" und fertig. Interessiert doch letztlich eh keinen, was da für Brücken im Hintergrund rumstehen.

Und hau mich einer, aber die Stelle "... drinks start pouring and my speech starts slurring everybody starts looking real good" ist geklaut! Jawohl! Nicht der Text, aber die Melodie. Und ich beiß mir hier seit Wochen auf der Zunge rum, da liegt nämlich der Titel des Originals und krallt sich an den Geschmacksknospen (oder sonstwo) fest und will und will nicht rauskommen, das Aas. Das ist jetzt kein Grund, sich nachts schlaflos hin- und herzuwälzen, trotzdem wurmt es mich mal gerade sehr. Wer mich da aufklären kann, meldet sich bitte, sowas mag ich ja garnicht.

Das komplette Album The Dutchess ist mittlerweile auch beim Plattenhändler zu haben. Produziert hat das übrigens weitgehend BEP-Mastermind Will.I.Am, der Lady Ferguson samt Rest der Erbsenhopper beim Clipdreh zur ersten Single unterstützte. Was schließen wir daraus? Richtig - Fergie solo klingt nicht wesentlich anders als die Black Eyes Peas. Nur ist jetzt auf dem Cover ausschließlich das Mädel zu sehen - und bei den Songs steht Fergie, wenn auch nicht alleine, dann doch zumindest alleine im Vordergrund.

Tatkräftige Unterstützung wurde aus Branchenkreisen zudem nicht nur hinter das Mischpult, sondern auch noch vor das Mikrofon geholt: so findet sich auf dem Album unter anderem auch noch ein Duett mit "the lead Pussycat" (Zitat Snoop, "Buttons" Nicole Scherzinger, die damit sogar schon den zweiten Solo-Versuch startet (P.Diddy grüßt!) - wie der Nachname doch wieder zum Shake-A-Shake-Häschen passt... doch das ist ja eine ganz andere Geschichte (siehe Hello Dollie).

Ist es denn ein Zufall, dass auch Fergie ihre "Erwachsenenkarriere" (nach TV-Kinderstar Anfängen) mit einer Girlgroup ("Wild Orchid" begann? Und wie trällert sie so schön: "I´m such a lady but I´m dancing like a ho" - ich tanze wie eine Hure; na schau einer an, da haben sich aber zwei gefunden. Wir harren der Schrecken, die da noch folgen mögen.

Ähnliche Solo-Ausflüge weiblicher Bandmitglieder sind bekannt: Gwen Stefani und Lauryn Hill sollen da jetzt mal als Beispiele reichen. Für Ms Hill / Mrs Marley stellte der Sologang einen Schritt in die Freiheit da: Wyclef und Pras hielten schön hübsch die Hand über die Fugees, jede einzelne Rapzeile musste sich tha Blackest of all Blacks erkämpfen - nicht grundlos, wie sich dann zeigte. Denn es folgte ein unrühmliches Interview, in dem La Lauryn teils sinngemäß, teils wörtlich verkündigte, sie würde lieber Klos schrubben gehen als mit dem Wissen zu leben, dass "Weiße" ihre Platten auf die vorderen Chartplätze gekauft hätten - danach wurde es still. Fergie hat zwar Mary Jane mit Bob Marleys Witwe Rita auf´s Album genommen, weitere Parallelen zu Lauryn Hill bleiben uns dankenswerterweise allerdings erspart. Die Parallelen zu Gwen Stefani sind da schon deutlicher - Fergies Album als "Stefani für Arme" zu titulieren ist zu schroff, doch an (zu) vielen Stellen versucht der Ex-Crystal-Junkie die Stimme ähnlich quäkend-nörgelnd zu verziehen wie die amerikanische Kollegin das vorgeführt hat. Angenehmer in den Ohren klingt Fergie immer dann, wenn es nicht nach Stefani klingt... und das bestätigt mal wieder die alte Weisheit: "selber essen macht satt". 

Auch Ärzte-Trommler Bela wandelt (nicht zum ersten Mal) auf Solopfaden in diesen Tagen.

 

Von jemandem, der seit Jahrzehnten zu jeweils einem Drittel am grandiosen Banderfolg beteiligt ist, durfte man nun keinen kompletten Stilwechsel erwarten - wäre ja auch schade gewesen. Bela poppt sich solo allerdings eher durch die Bingo-Laufzeit, als dass er sich punkt - aber das war zuletzt ja auch bei den Ärzten der Fall. 1., 2., 3.... mit dem dazugehörigen Swingerclubvideo ging auf jeden Fall schon mal mehr ab als der Tag mit Schutzumschlag mit ähnlich genialem Video.

Und auch wenn Frau Hilton niemals in einer Band gespielt hat und auch sonst in keinster Weise ernstzunehmen ist, sei aufgrund der Tatsache, dass sie solo unterwegs ist (ach nein, unterwegs ist sie ja eben nicht!) nochmal ausdrücklich vor diesem Machwerk gewarnt. Am besten, wir ignorieren La Paris komplett. Das fällt einem nur schwer. Rod Stewarts Frage Do You Think I´m Sexy? wollte schon meine Mutter damals mit einem laut gebrüllten und völlig entsetzten "NEIN!!!" beantworten - dass Paris heute dieselbe Frage auf ihrem Album (und dem BRAVO-Tribute Album) stellt, grenzt an seelischer Grausamkeit und ich möchte spätestens jetzt aus diesem Grund die Scheidung einreichen. Hoffen wir also, dass sich das hiltonsche Töchterchen in Zukunft auf das konzentriert was sie kann: besoffen Auto fahren, im Ultramini ohne Höschen paparazzo-tauglich aus dem Auto steigen, hier und da "That´s hot!" in ein hingehaltenes Mikro trällern (egal auf welche Frage) und ansonsten dümmlich grinsend Gage dafür kassieren, auf Möchtegern-Promi-Parties am Ballermann/im Pascha zweimal ansatzweise die Hüften zu schwingen. Vor einer Tour brauchen wir auf jeden Fall keine Angst zu haben, hat uns das Häschen versichert. Die wird es nämlich NIE geben. Hurra! Die Sonne scheint!

Über die Soloeskapaden des Herrn Timberlake wurde ja schon im letzten Entry zum Teil geschimpft - zu Recht.

 

Nach dem Hören des kompletten Albums darf allerdings noch hinzugefügt werden, dass außer der Vorabsingle leider kein anderer Albumtrack auch nur ansatzweise so abgeht bzw. an die erwartete Klasse heranreicht. Und am besten klingt unser Ex-Boygroup-Schnuckelchen immer noch bei den herzhaft geseufzten Balladentracks - auf Solo Numero Uno war das Cry Me A River - auf Solo Numero Due heißt der "Ich-räche-mich-an-meiner-Ex-die-mich-betrogen-hat-aber-haha-jetzt-lache-ich-und-denkt-bloß-nicht-es-ginge-um-Britney" Track What Goes Around Comes Around. Und huch! Wer rappt denn da mit? Und huch! Wer ist denn da so eindeutig aus den Beats rauszuhören? Monsieur Timbaland persönlich! Moment... war der nicht auch Co-Writer, Produzent und Rapper auf Cry Me A River.... ach! Wenn What Goes Around... nicht zweite Single wird, wird´s die dritte. Darauf wette ich jetzt doch einfach mal mindestens eine Flasche Schampus.

Was lernen wir also aus dem ganzen Ge-Solo-e? Dass die werten Damen und Herren es eben doch nicht alleine können - Herr Felsenheimer darf sich jetzt mal ganz ausdrücklich NICHT angesprochen fühlen.

Nächstes Mal: "Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!" - Next Generation Groupie.

PS: Auch wenn es keinen Entry zum Thema geben wird - "Ta-Dah!" besorgen und "aufi". Helden meiner Woche: die Scissor Sisters. Selten so lässig dancend den Abwasch erledigt.

Alle Bilder: Dankeschön an Amazon.de

10.10.06 15:30
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


krankhaft-tot / Website (17.10.06 13:12)
Und wieder einmal ein genialer Eintrag!
Ich freu mich schon auf die nächste Story .
Bis dahin viel Erfolg.

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