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The Curious Case of Brad P.

The Curious Case of Benjamin B.  Brad P.

Am 29. Januar 2009 startet "The Curious Case of Benjamin Button" auch in Deutschland - wenn man den Kritikern und Filmpreisvergebern glauben darf, wird das eine lohnenswerte Kinokarte: Brad Pitt ist als Darsteller genauso wie David Fincher als Regisseur für einen Golden Globe nominiert; und der gilt ja bekanntlich als gute Prognose für die bald anstehenden Oscarnominierungen. We'll see.

Ein "Curious Case" ist neben der Filmfigur Benjamin Button allerdings auch Mr Pitt. Jetzt lässt sich trefflich drüber streiten ob man das menschliche Bäumchen-Wechsel-Dich bewundert oder auf es hinunterschaut - interessant is es allemal. Eine amerikanische Schreiberin ätzte kürzlich, Brad Pitt wäre verkommen zu einer leeren Hülle, einer Superdaddy-Projektionsfläche, einem Langeweiler vor dem Herrn. Na-na! Obwohl, obwohl....

Brad Pitt hat sich in den letzten Jahrzehnten, man kann das wohl kaum anders sagen, seinen aktuellen Frauchen ... nun ja: angepasst. Schauen wir doch mal. In der Liste der prominenten Freundinnen und Frauen finden sich unter anderem:

Juliette Lewis, alternative Rockröhre heute, alternatives It-Girl damals. "Back in the Stoned Age", wie die frühen 90er der Hollywoodyears in US-Branchenkreisen belächelt werden, da sah das Ganze dann so aus:

 

Brad Pitt, natürlich auch der Mode gemäß, unrasiert, eher slumpy, die Bestandteile des Outfits lustig zusammengemixt, von Haute Couture Chic trotz Haute Couture Marken nicht viel zu sehen. Parallel wurde sich mitsamt der 16 Jahre jüngeren Freundin skandalös besoffen in Hotelbars, herumgetorkelt auf After-Show-Parties und, zumindest dem Alter der Freundin angepasst, gelebt wie zwei Teenager allein zuhaus. Es sei ihm verziehen.

Die nächste in der Reihe: Gwyneth Paltrow. Mitte der 90er machte Brad beziehungsmäßig eine 180°-Wende und wechselte von Alternative zu lntellectual. Gedreht wurden statt massenmörderischer Actionstreifen ("Kalifornia", 1993) nun schmusige Womanizerschmonzetten ("Rendevous mit Joe Black", "Interview mit einem Vampir", geredet wurde in Interviews nicht mehr über Parties, sondern über literarische Quartetts, den Sinn des Lebens und die gepflegte Zuhausebleiberei. Hach ja. Auch optisch passte sich Mr Pitt seiner dann sogar Verlobten mit dem unaussprechlichen Vornamen an.

Sowas Ähnliches behauptet man ja allerdings auch von Herr und Hund, wenn die Beziehung andauert. Bliebe zu klären, wer hier Herr und wer Hund war. Nun, zumindest mit dem Haarstyle hat's hier hundertprozentig geklappt. Auch das Outfit wurde intellektueller, schwarze Café Paris Pullover nebst Anzughose oder schmalen Jeans - passend zum Ende der Beziehung wurde es dann rebellisch und China durch "Sieben Jahre in Tibet" promotiontechnisch wirksam gegen sich aufgebracht. Man hat's nicht leicht als Mann mit sozialem Gewissen, nicht wahr? Davon kann der aktuelle Mrs Paltrow ja auch ein Liedchen singen... ach, das tut er ja sogar!

Doch zurück zu Lück Pitt. Hollywoods Golden Couple, Brad Pitt und Jennifer Aniston waren selbiges genauso lange wie die Ehe andauerte, den Titel konnte Brad dann auch gleich mitnehmen zur Neuen. Zu Aniston'schen Zeiten lebte Pitt vor allem seine architektonische Begeisterung am eigenen Zuhause aus, lud Toparchitekten der Welt zu sich ein und sammelte Designerstühle. Ging wandern, bestellte sich chinesisches Essen auf die Couch, heiratete teuer aber abgeschirmt, blieb immer öfter Hollywoodparties fern. Zumindest zu Beginn der Beziehung: mit den Clooney-Filmen hielten auch größere Mengen Alkohol und zahlreiche Parties wieder Einzug ins Pitt'sche Familienleben. Lange ging es dann ja auch nicht mehr gut. Bis dahin jedoch: Glamour, Eleganz und -man höre und staune- relative Bodenständigkeit.

 

 

Nichts mehr übrig von intellektueller Schlösschenbauerei, Brad Pitt avancierte an der Seite von America's Sweetheart Number One zum Hollywood-Megastar (Fightclub, Ocean's Eleven, Troja). Auffällig zu dieser Zeit auch die statistisch auffällig häufigen Besuche auf Oprah Winfrey's Coach - die ist bekanntlicherweise ja aber auch ganz furchtbar dicke mit Frau Aniston. Mit der Scheidung waren auch diese Besuche relativ schlagartig vorbei, fortan saß lange Zeit nur noch die weibliche Hälfte der "Pitts" auf dem Sofa - ja, "Brannifer" gab es nicht; trotz behaglichen Ehelebens haben sowohl Aniston wie Pitt stets Wert gelegt auf individuelle Karrieren. Außer einem Gastauftritt bei den "Friends" beschränkte sich die Zusammenarbeit des Paares auf die hinter den Kulissen - der Höhepunkt wohl die Gründung der gemeinsamen Produktionsfirma Plan B (u.a. Troja).

Dann, und da gibt es nichts zu diskutieren, war es vorbei mit der Bodenständigkeit, der individuellen Karriere und der Abgeschirmtheit. Brad Pitt und seine aktuelle Partnerin, Angelina Jolie, sind der gelebte Hollywood-Widerspruch. Sie suchen -trotz regelmäßiger Dementi in 1:1 Talkshows- das Scheinwerferlicht. Geschimpft wird über die Paparazzi, die den Kindern bis ans Schulgelände folgen, gleichzeitig werden die ersten Fotos der neu-adoptierten bzw. anderweitig neu in die Welt gesetzten Kinder zum Höchstpreis versteigert. Gebunden an eine faustdicke Erpressung: als kleines Extra zum Abdruckrecht der Fotos verpflichtet sich die jeweilige Zeitschrift (und damit der gesamte dahinterstehende Verlag), nie wieder negativ über die Pitt-Jolies zu berichten. Im selben Atemzug beklagt sich Frau Jolie in Interviews über die fehlende Pressefreiheit der Entwicklungsländer.

Ein normales Aufwachsen sei den Kinder der Presse wegen nicht möglich heißt es, während Angelina mit Maddox auf dem Arm zum Vanity Fair Shooting erscheint und der Fotografin Leibovitz vorschlägt, den Jungen doch mit auf die Fotos zu nehmen. Sie wollten ihr Privatleben doch viel lieber mehr für sich behalten, heißt es dann; und in der Woche darauf plaudern beide Herzchen unaufgefordert und unnötigerweise in getrennten TV-Interviews bzw. Pressekonferenzen freimütig über Windelwechselfrequenzen, Spielzeugwünsche, sexuelle Vorlieben und auf beiden Seiten nicht vorherrschende Küchenfertigkeiten. Ja, was denn nun?

Der erste gemeinsame Film stand für die Ehe der Pitts unter keinem guten Stern, brachte allerdings das neue "Golden Couple" auf den Weg. Nach jahrelangen Dementi (ist das tatsächlich schon so lange her?) gab Angelina Jolie unlängst zu, sich während der Dreharbeiten unsterblich in Herrn Pitt verknallt zu haben - und umgekehrt. Etwa zwei Wochen übrigens, nachdem sie auf eine Interviewfrage in dieser Richtung eher ungehalten reagiert hatte und feststellte, das sei nun schon so lange her, darüber müsse man doch wirklich nicht mehr reden. Der fehlende "Sensitivity"-Chip des neuen Paares, der bereits von Jennifer Aniston erstaunlich, ja bewunderswert neutral diagnostiziert wurde, gipfelte in einem "geplanten" Paparazzi-Abschuss eines gemeinsamen Urlaubs (arrangiert von Frau Jolie, gegen eine Charity-Spende, versteht sich) und einem Shooting für die Zeitschrift "W", in der die damals noch nicht offiziell zusammengekommenen Pitt und Jolie für eine "Happy Family"-Reihe mit Kleinkindern posten.

Outfittechnisch, dass muss man ihm an dieser Stelle lassen, hat sich dafür relativ wenig geändert. Bis auf die geschätzte Handvoll kleinerer Eingriffe im Pitt'schen Anlitz in den letzten Monaten.

Umso mehr engagierte Pitt sich öffentlich in Wohltätigkeitsveranstaltungen. Jolie, die zwar nicht den Trend zur Benefizarbeit, wohl aber den Trend zur marketingwirksamen Wahnsins-Benefiz-Arbeit gesetzt hat, übt zumindest in diesem zweiten Bereich Einfluss aus - kritisieren wollen wir das an dieser Stelle nicht. "Tu Gutes und red' drüber", sagt der Volksmund; diese Form der Öffentlichkeit sei also beiden gegönnt. Nichtzuletzt war vor allem Angelina Jolie in der Anfangszeit der Beziehung ausgesprochen darum bemüht, besonders in der Öffentlichkeit ein positives Bild von sich und Pitt zu zeichnen - während er von der amerikanischen Klatschpresse relativ verschont blieb, stand Jolie als "the other woman" mitten im Mündungsfeuer der Gossip-Journaille und zog gegenüber der braven, adretten und "everybody's darling" Jennifer Aniston eindeutig den Kürzeren. Seit Jen "back" ist, darf auch Frau Jolie wieder ungestraft auf die Titelblätter. Und zweimal Hollywood-Superstar bringt eben auch viel mehr Aufmerksamkeit als einmal Wildchild-turned-Mami.

 

Was nehmen wir nun also mit aus dem Curious Case des Brad P.? Dass so ein bisschen Anpassung in einer Beziehung wohl normal ist. Dass man darauf achten sollte, vom Partner Gutes zu übernehmen, allerdings aufpassen muss, sich nicht allzu sehr in den Sog einer anderen Persönlichkeit zu begeben. Dass Hollywoodpaare also letztlich doch genauso öde, interessant, intrigant oder aufregend sind wie alle anderen - nur dass im Falle der Anderen niemand dafür bezahlt wird, drüber zu schreiben.

Wieder (beinahe) was für's Leben gelernt.

 

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Nächstes Mal: 

Wo ist eigentlich Keira Knightley?

27.12.08 19:35
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


DANILO (27.12.08 20:55)
HEY BIST DU IM SCHREIBRAUSCH? LOL! ABER SEHR GUT, WIE IMMER!


Ellen (28.12.08 14:18)
Hey danke. woher holst du dir die Ideen für deine Blogs, ich find das immer genial . ^^ Angelina Joli tut mir aber manchmal wirklich voll leid mit den Paparazi vor allem mit den Kindern. Wo ist Keira Kneightley? Was kommt denn da.


lisa (29.12.08 20:17)
hab mein layout auch nur von wem andres egmacht gekriegt aber danke trotzdem ^^ ich muss nochmal wiederkommen zum lesen, bin ja ganz neu. ^^


suga (28.5.09 18:39)
wooooooo bist du? ich bin voll auf entzug! ^^

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